Brecht und Recht - Zivilrechtliches in Brechts Oper "Mahagonny"

Vortrag: 16. März 2009, Foyer des Theaters Augsburg

  • Herr Rechtsanwalt Ulrich Fischer, Frankfurt a.M.

Die Juristische Gesellschaft hat schon mehrfach die Grenzen der Jurisprudenz verlassen, etwa mit Prof. Harm Peter Westermann bei „Opera Jura“ (3/91) oder mit Prof. Bernhard Schlink als Vorleser aus seinem späteren Welterfolg „Der Vorleser“ (7/95). 111 Jahre nach seiner Geburt wird der Augsburger Bertolt Brecht zum Thema einer Veranstaltung, und zwar sein Libretto zur Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ mit der Musik von Kurt Weill. Im Mittelpunkt steht die zivilrechtliche Analyse der irreal-realen (Un-)Rechtsstadt Mahagonny. Bei diesem „Lehrstück“ wird der juristische Blick von der Oberfläche in das Innere unserer Rechtsordnung gerichtet.

Dieser aufschlussreiche Versuch wird von Herrn Rechtsanwalt Ulrich Fischer, Frankfurt a.M., unternommen. Er wird als anerkannter Spezialist im Arbeitsrecht genannt, ist insbesondere bei bundesweiten Tarifauseinandersetzungen hervorgetreten und ist regelmäßig am Bundesarbeitsgericht tätig. Herr Kollege Fischer hat eine Vielzahl von Fachbeiträgen publiziert und hat sich außerdem intensiv mit Recht und Kunst auseinandergesetzt, insbesondere mit Bertolt Brecht.

Der Vortrag wird musikalisch umrahmt durch Ensemblemitglieder des Theaters Augsburg. Begleitet von Michael Wagner am Klavier, singen Kerstin Descher und Roman Peyer Songs aus „Mahagonny“ und aus „Silbersee“, u.a. den Alabama-Song der Jenny und den Schlaraffenland-Song.