Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Schwaben und Augsburg nach 1933 (Mit dem Stadtarchiv Augsburg)

Vortrag: 22. Oktober 2008, Foyer des Theaters Augsburg

  • Herr Dr. Reinhard Weber, Historiker und Archivoberrat a.D.

Das Stadtarchiv Augsburg lädt in Verbindung mit der Juristischen Gesellschaft Augsburg e.V. zum Themenabend im Zusammenhang mit der Ausstellung „Machtergreifung in Augsburg, Anfänge der NS-Diktatur 1933-1937“ zum Thema „Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Schwaben und Augsburg nach 1933“ herzlich ein.

Aus den von Nachkommen der durch das NS-Regime verfolgten jüdischen Rechtsanwälte in Bayern bewahrten Erinnerungen und Textzeugnissen hat Reinhard Weber oft erschütternde persönliche Schreiben der Juristen an deren Angehörige und Freunde ausgewählt, die zeigen, dass es auch in Schwaben und Augsburg Opfer von Berufsverbot, „Schutzhaft“, erzwungenem Exil, Deportation und anderen Willkürmaßnahmen gegeben hat. Mit einer szenischen Lesung aus der vom Bayerischen Staatsministerium für Justiz, den Rechtsanwaltskammer Zweibrücken herausgegebenen Dokumentation zu insgesamt 460 jüdischen Einzelschicksalen wird das von den Nationalsozialisten begangene Unrecht an jüdischen Rechtsanwälten nach 1933 besonders eindringlich zum Ausdruck gebracht und vor dem Vergessen bewahrt.

Dr. Reinhard Weber, Historiker und Archivoberrat a. D. (früher: Staatsarchiv München), veröffentlichte u. a. auch 1998 die von ihm bearbeiteten Erinnerungen des jüdischen Münchener Rechtsanwalts Max Hirschberg (1883-1939).