Die Stille schreit - Ein Dokumentarfilm über die ,Ausschaltung´Augsburger jüdischer Unternehmerfamilien unter dem Nationalsozialismus"

mit dem AugsburgerAnwaltVerein: 28. März 2019, Hörsaal 1001 im Gebäude der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg (Gebäude H), Universitätsstraße 24, 86159 Augsburg

  • Josef Pröll
  • Miriam Friedmann M.A.
  • Dr. med. Friedhelm Katzenmeier

Gemeinsam mit dem AugsburgerAnwaltVerein erinnerte die Juristische Gesellschaft Augsburg am 28. Januar 2019 mit einem Vortragsabend zu der zunächst im Gerichtsgebäude Am Alten Einlaß und darauf im Rathaus gezeigten Wanderausstellung „Anwalt ohne Recht“ an die Verfolgung jüdischer Rechtsanwälte im Nationalsozialismus. Die hier angekündigte Filmvorführung am 28. März 2019 gedenkt der wirtschaftlichen und leiblichen Vernichtung jüdischer Unternehmer und ihrer Angehörigen. Schließlich wird ein Vortragsabend am 7. Mai 2019 (nach der für diesen Tag vorgesehenen Mitgliederversammlung der Juristischen Gesellschaft) die Besorgnis der Europäischen Kommission um gegenwärtigen Antisemitismus in den Blick nehmen.

Am 20. Januar 2019 fand in einem Augsburger Kino mit überwältigendem Besucherandrang die Uraufführung des von Josef Pröll gemeinsam mit Miriam Friedmann M.A. und unterstützt von Dr. med. Friedhelm Katzenmeier geschaffenen Dokumentarfilms „Die Stille schreit“ statt. Weitere ausgebuchte Vorführungenfolgten. Am Abend des 28. März 2019 haben die Mitglieder der Juristischen Gesellschaft Augsburg sowie die Lehrenden, Beschäftigten und Studierenden der Universität Augsburg Gelegenheit, den Dokumentarfilm kennenzulernen. Eine Vorschau und weitere Information zu dem Film finden sich im Internet unter „https://www.diestilleschreit.de“ und in beiliegendem Faltblatt.

Der Dokumentarfilm zeichnet nach, wie in nationalsozialistischer Scheinlegalität die Augsburger Familien Friedmann und Oberdorfer aus ihrer wirtschaftlichen Existenz, aus ihrer Heimatstadt und aus dem Leben gedrängt wurden. Familie Friedmann betrieb Wäschefabrikation, Familie Oberdorfer führte eine Schirmmanufaktur. Nach der Filmvorführung ist noch im Hörsaal Gelegenheit zur Diskussi- on mit den Schöpfern des Films.

Der Eintritt ist frei. Am Saalausgang wird die Möglichkeit bestehen, das unter der Schirmherrschaft des Fördervereins für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau e.V. stehende Filmprojekt mit Spenden zu fördern.

Nach Ende der Veranstaltung sind die Mitglieder der Juristischen Gesellschaft eingeladen, den soeben in Betrieb genommenen fertiggestellten Erweiterungsbau III der Juristischen Fakultät (an der Westseite des Büroflügels) in Augenschein zu nehmen. Dort wird eine kleine Stärkung weiteren Gedankenaustausch im individuellen Gespräch eröffnen.