Das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit – Hat der 11. September 2001 das deutsche Verfassungsrecht verändert?

Vortrag: 18. Oktober 2011, Juristische Fakultät, Universität Augsburg

Am 11. September vor zehn Jahren steuerten Terroristen Passagiermaschinen in das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington. Dieses Ereignis veränderte die Welt und löste viele Fragen aus. Dabei stehen die richtigen Antworten auf die Abwehr von Terror und Gewalt im Vordergrund. Sie werden von Warnungen vor dem Überwachungsstaat und dem Abbau bürgerlicher Rechte begleitet. Die abstrakten Großbegriffe Freiheit und Sicherheit sind die Leitlinien für die Lösung konkreter Fragestellungen bei der Bestimmung des Instrumentariums zur Verhinderung oder Aufklärung rechtswidriger Handlungen.

Mit diesen gewichtigen Problemen befasst sich unser Referent, Herr Prof. Dr. Andreas Voßkuhle, Karlsruhe, seit 2008 Vorsitzender des Zweiten Senats und seit 2010 Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Er leitet das höchste deutsche Gericht mit sicherer Hand und hat das Profil dieses Verfassungsorgans im kollegialen Zusammenwirken mit den übrigen Richtern auf höchster fachlicher Ebene überzeugend weiterentwickelt. Wir freuen uns deshalb ganz besonders, dass Herr Prof. Voßkuhle in relativ kurzem Abstand zu seinem Amtsantritt zu dieser wichtigen Fragestellung vor der Juristischen Gesellschaft Augsburg Stellung nimmt.

Für unseren Referenten ist es nahezu ein Heimspiel, da er eine entscheidende Phase seiner brillanten Karriere im Rahmen der Habilitation bei Herrn Prof. Dr. Reiner Schmidt in Augsburg verbracht hat. So ist es als glückliches Zusammentreffen zu werten, dass der Vortrag von Herrn Prof. Voßkuhle exakt 40 Jahre nach dem 18.10.1971 stattfindet, dem Tag der Eröffnung der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg.

  • Herr Prof. Dr. Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Karlsruhe