Drohnen, unterirdische Leitungen und Tiefbohrungen – Was bleibt vom Eigentum über und unter der Oberfläche?

Vortrag: 13. Juli 2016, Schulungszentrum des Landgerichts Augsburg

Vortrag von:

  • Prof. Dr. Panajotta Lakkis, Universität Würzburg/Universität Augsburg
    Frau Lakkis ist zur Zeit an der Universität in Augsburg und im Übrigen freiberuflich als Autorin, Dozentin und Gutachterin tätig.
  • „Drohnen, unterirdische Leitungen und Tiefbohrungen – Was bleibt vom Eigentum über und unter der Oberfläche ?“
    Grundstücke stellen die Rechtsordnung vor besondere Herausforderungen. Anders als bewegliche Sachen können sie nicht vervielfältigt werden, gleichzeitig ist die Erdoberfläche, aus der Grundstücke grundsätzlich bestehen, wichtig für jedes menschliche und sachliche Sein: Menschen müssen auf ihr stehen, Sachen auf ihr deponiert werden, Flugzeuge sie überqueren, Rohre im Untergrund verlaufen. Das macht die Austarierung der gegenläufigen Interessen zu einer Gratwanderung, an der sich Wertungen des Zivilrechts, des Verfassungsrechts und vieler Spezialregelungen öffentlich-rechtlicher Prägung treffen und auch einander reiben. Entwicklungen wie der zunehmende Einsatz ziviler Drohnen unterschiedlicher Leistungsstärke rücken die Abwehrmöglichkeiten des Eigentümers eines Grundstücks in den Vordergrund. Zusätzlich müssen die Grundsätze zu seinem Ausschließungsinteresse in die Tiefe überdacht und an die neuen Technologien insbesondere privater geothermischer Bohrungen angepasst werden.