Detailinformationen zu

Das Pactum de non cedendo. Probleme und Perspektiven im Lichte der internationalen Entwicklung

Werkstattgespäch am 9. Juli 2014


Werkstattgespräch mit:

  • Herr Dr. Alberto De Franceschi
Zum konkreten Marktwert einer Forderung- insbesondere einer Geldforderung- zählt auch die Möglichkeit, selbige veräußern zu dürfen. Besonders im Unternehmensbereich kommt der Verkehrsfähigkeit einer Forderung eine entscheidende Bedeutung als Mitter der Refinanzierung zuteil. Die Beobachtung der konkreten wirtschaftlichen Realität sowie das Ergebnis einer Analyse nationaler und internationale Lösungen offenbart deutlich das Erfordernis einer Beschränkung der Wirkung des Pactum de non cedendo, insbesondere im B2B Bereich. Gleichzeitig schafft die Zersplitterung der nationalen gesetzlichen Lösungen spürbare Hindernisse für die Entwicklung des EU-Binnenmarktes sowie die konkrete Gefahr erheblicher Wettbewerbsverzerrungen. Die Umsetzung der Richtlinie 2011/7 über Zahlungsverspätungen in den EU-Mitgliedstaaten sowie der umfangreiche Gesetzesvorschlag „Schweizer Obligationsrecht 2020/ Code des Obligations  Suisse 2020“ bieten aktuellen Anlass zu neueren Überlegungen im Hinblick auf den Umgang mit dem pactum de non cedendo.   Dr. De Franeschi kommt von der Universität Ferrara; er ist derzeit als Post-Doc am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb in München tätig und hatte zuletzt einen längeren Forschungsaufenthalt am Brasenose College in Oxford und am Institute of European an Comparative Law absolviert.